Lebkuchen nach Nürnberger Elisenart

Seit ich essen kann freue ich mich jedes Jahr wieder auf die Lebkuchenzeit.

Sie sind für mich der Inbegriff von gelungener Backware. Nussig, schokoladig und würzig.

Wenn man in Nürnberg aufwächst, kommt man sowieso nicht an den typischen Nürnberger Lebkuchen vorbei. Sie sind Kulturgut der Nürnberger und nach wie vor so beliebt, wie schon im Mittelalter. Seit dem 14. Jahrhundert gibt es bereits die Nürnberger Lebküchner, allerdings wurde das Lebkuchenhandwerk erst im 17. Jahrhundert offiziell als eigene Zunft eingetragen. Seitdem erfreuen sich die Lebkuchen großer Beliebtheit und ihr Bekanntheitsgrad geht weit über die deutschen Landesgrenzen hinaus.

Ich mag sie am liebsten mit dunkler Schokolade überzogen und Mandeln obendrauf. Unsere Lebkuchenzeit beginnt immer mit dem 11.11., dem Geburtstag unseres Sohnes. Seit diesem Tag gibt es immer, speziell für ihn, Geburtstagslebkuchen mit bunten Streuseln - zudem beginnt am 11.11. ja auch die "närrische Zeit", dazu passen die bunten Leckerbissen doch perfekt.

Ihr findet hier unser Familienrezept für Nürnberger Lebkuchen "Elisenart".


Zutaten für ca. 26 Lebkuchen:

- 26 Oblaten mit 70mm Ø

- 200 gr Mandeln

- 200 gr Haselnüsse

- 200 gr Zitronat

- 100 gr Orangeat

- 290 gr Zucker

- 5 Eier (Größe M)

- abgeriebene Schale einer Zitrone & Orange

- 1 Tl gemahlenen Zimt

- 1,5 Tl Lebkuchengewürz (von "Lebensbaum" Gewürze)

- Prise Salz

- 200 gr Schokoladenkuvertüre mit 70% zum glasieren

(wahlweise auch Zuckerguss oder einfach blank)

- Mandeln oder Streusel oder was auch immer ihr wollt zum Verzieren


Zubereitung:

Für die Zubereitung benötigt man eine Küchenmaschine mit einer Raspel für Nüsse.

Ich verwende eine Kitchen Aid mit entsprechendem Mahl - Raspelaufsatz.


Vorneweg möchte ich darauf hinweisen, das die Güte der Lebkuchen stark von der Qualität der Zutaten abhängt. Gerade die Nüsse sollten von der besten Qualität sein, die ihr bekommen könnt. Aber auch das Zitronat und Orangeat muss saftig sein und sollte ohne künstliche Aromen auskommen.


Zunächst die Nüsse mit dem Orangeat und Zitronat relativ fein mahlen.

In meinem Lebkuchenteig soll es keine groben Stückchen geben und deshalb mahle ich auch das Zitronat und Orangeat. Hierdurch wird der Lebkuchen besonders saftig.


Die Nuss-Zitronat-Orangeat Mischung mit den Gewürzen, der geriebenen Zitrusschalen und der Prise Salz vermischen.

Nun die Eier mit dem Zucker hell schaumig aufschlagen. Die Ei-Zuckermasse zu der Nussmischung geben und alles mit der Hand zu einem weichen Teig vermengen.

Den Teig bei Zimmertemperatur für eine halbe Stunde ruhen lassen.


Den Backofen auf 140 Grad Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Oblaten darauf verteilen. So kann man abschätzen wieviele nebeneinander gebacken werden können. Bitte immer etwas Abstand zwischen den Lebkuchen halten, sie gehen beim backen noch auf.

Zum Formen eine Schüssel mit lauwarmen Wasser bereitstellen. Nun auf die eine Handfläche die Oblate legen und mit der anderen, etwas angefeuchteten Hand, den Lebkuchenteig (etwas mehr als Golfballgröße) auf die Oblate formen. Schön gleichmäßig dick verteilen, sonst werden sie am Rand trocken und in der Mitte sind sie nicht richtig durchgebacken. Es erfordert etwas Übung, doch das bekommt ihr hin.


Die Lebkuchen für 10 min bei 140 Grad Umluft backen und dann weitere 20 min bei 160 Grad Umluft.

Zum Auskühlen unbedingt auf ein Kuchengitter legen. Anschließend mit dem gewünschten Guss glasieren und verzieren. Am Besten lagert man Lebkuchen in einer Keksdose. Hier bleiben sie saftig. Man sollte sie aber nicht länger als 4 Wochen lagern, dann fangen sie dennoch an, trocken zu werden. Aber mal ehrlich, bei wem halten Lebkuchen so lange? Immer wieder mal ein Blech backen ist die Devise und wenn man den Dreh raus hat, geht es doch ziemlich flott.


Ich wünsche euch viel Freude beim backen und lasst es euch schmecken!

xx Dipika







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