Schupfnudeln mit Schweinelende und Champignonrahm


Selbstgemachte Schupfnudeln sind ein Gedicht.

Die Schupfnudel oder auch Fingernudel ist je nach Region etwas anders im Geschmack und somit den Zutaten. Allgemein ist sie in der traditionellen süddeutschen sowie österreichischen Küche zu Hause und erfreut sich als eigenständiges Gericht, wie auch als grandiose Beilage großer Beliebtheit.

In meiner Küche wird sie häufig zubereitet und vor allem bei unseren beiden Kindern sind Schupfnudeln immer willkommen.


Heute stelle ich euch eine meiner Lieblingskombinationen vor: Schupfnudeln mit Schweinelende und Rahmchampignons - einfach bezaubernd. Dazu einen knackigen Salat und eure Gäste werden begeistert sein. Garantiert!


Zutaten für 4 Personen:

- 300 gr mehlig kochende Kartoffeln

- 300 gr doppelgriffiges Mehl (Spätzle- oder Nudelmehl)

- 4 El Hartweizengrieß

- 2 Eier, 2 Eigelb

- 1-2 Tl Salz

- Muskatabrieb, nach belieben

- Reismehl zum Rollen der Schupfnudeln


Für den Champignonrahm mit Schweinelende:

- 600-700 gr Schweinelende

- 400 gr kleine, frische braune Champignons

- 1 Stange Lauch

- 1 mittelgroße Zwiebel

- 300 ml Sahne

- 200 ml Wasser

- 1 El "Trüffelglück" Gewürz von Herbaria (oder ein anderes Steinpilzgewürzsalz)

- 2 Tl Speisestärke (Mais), zum binden

- Öl & etwas Butter zum anbraten

- Pfeffer und Salz

- 2 El frische, gehackte Peterselie

- etwas frischer Zitronensaft, optional


Zubereitung der Schupfnudeln:

Kartoffeln mit Schale gar kochen. Wasser abgießen und die Kartoffeln pellen. Die warmen Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken, oder ganz fein mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Die Kartoffelmasse sollte ziemlich fein werden. Nun die restlichen Zutaten hinzufügen und alles zügig zu einem glatten, zwar weichen, aber nicht klebrigen Teig verarbeiten. Sollte der Teig noch zu stark kleben, noch etwas Mehl hinzugeben. Leider ist das immer wesentlich vom Stärkegehalt der jeweiligen Kartoffeln abhängig.

Den Teig nun für 30 min ruhen lassen. Anschließend ein großes Holzbrett mit dem Reismehl (verhindert am Besten, dass die Nudeln am Brett kleben bleiben) bestreuen.

Mit ebenfalls bemehlten Händen eine fingerdicke Schlange rollen und kleine Stückchen abtrennen. Diese nun einzeln zwischen den Händen zu "Fingernudeln" rollen. Ihr könnt das auch kurz in meinem Video sehen:



Ihr müsst noch nicht den ganzen Teig verarbeiten. Stellt zwischenzeitlich einen großen Topf mit Wasser auf und sobald das Wasser kocht, Salz hinzufügen und die erste Portion Schupfnudeln kochen lassen. Bereitet euch eine Auflaufform mit etwas Öl vor und schöpft (mittels Schaumlöffel) die erste Nudelportion nach ca. 4-5 min ab. Die Schupfnudeln sollten innen keinen Kern mehr haben. So verfahrt ihr portionsweise mit dem restlichen Teig. Die fertigen Schupfnudeln gut einölen und warm stellen (abgedeckt bei 50 Grad im Backofen).




Zubereitung vom Champignonrahm mit Schweinelende:

Die Schweinelende in mundgerechte Stücke schneiden. Danach den Lauch und die Zwiebeln in feine Ringe oder Streifen schneiden und die Champignons putzen (bei stärkeren Verschmutzungen eignet sich eine Pilzbürste zum putzen). Ich verwende gerne kleine Champignons für dieses Gericht, damit ich sie im Ganzen lassen kann. So bleibt der Pilzgeschmack besser erhalten und der Pilz bissfest. In einer großen Bratpfanne mit hohem Rand das Öl erhitzen und die Schweinelendenstückchen scharf anbraten, etwas salzen und pfeffern. Sobald das Fleisch schöne Röststellen bekommen hat, es aus der Pfanne auf einen Teller geben. In der gleichen Pfanne nun die Zwiebeln und den Lauch anbraten und die Champignons zugeben. Nach 2-3 min das Gemüse mit dem Wasser ablöschen. Jetzt das Steinpilzgewürzsalz hinzufügen. Die Hitze reduzieren und das Gemüse für ungefähr 5 min bei offenem Deckel köcheln lassen.

Danach wieder das Fleisch dazugeben (+ dem ausgetretenen Fleischsaft) und mit der Sahne aufgießen. Sobald alles richtig köchelt, die Soße mit der Speisestärke soweit wie gewünscht eindicken (vorher die Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen, damit keine Klümpchen beim einrühren entstehen). Für weitere 2 min köcheln lassen und vom Herd nehmen. Am Schluss mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und die gehackte Petersilie unterrühren.


Entweder ihr serviert nun gleich das Essen, oder ihr bratet die Schupfnudeln noch goldbraun in einer beschichteten Pfanne an. Ich persönlich mag sie am liebsten angebraten. So bekommen sie außen eine knusprige Hülle und sind innen immer noch schön zart.


Die Schupfnudeln können auch bereits am Vortag vorbereitet werden. Dann eignet sich das Anbraten ebenfalls zum bestmöglichen erwärmen.



Ich wünsche euch viel Freude beim kochen und vor allem beim Verspeisen! xx Dipika





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